Anamnesegruppen

Aus FSMED Aachen Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Anamnesegruppen sind ein Projekt der Fachschaft. Hier wird das wichtigste Instrument im ärztlichen Beruf eingeübt: Die Anamnese, also das Arzt-Patienten-Gespräch. Erfahrene studentische Tutoren leiten an und geben konstruktives Feedback, um die Fähigkeiten der Studierenden zu verbessern. Die Teilnahme ist schon ab dem ersten Semester möglich, ab dem vierten Semester werden für die Teilnahme auch Credit Points vergeben.

Grundlegendes

Anders als bei der Anamneseerhebung in Untersuchungskurs oder Famulatur liegt bei uns der Schwerpunkt auf der zwischenmenschlichen Kommunikation im Arzt-Patientengespräch. Im Rahmen der Anamnesegruppen werden keine körperlichen Untersuchungen durchgeführt und es ist nicht das primäre Ziel, eine Diagnose zu stellen, sondern das Gespräch mit dem Patienten zu üben und Fragen und Probleme, die sich daraus ergeben, zu bearbeiten.

Wir treffen uns einmal pro Woche in einer Gruppe von 10 Teilnehmern, zusammengesetzt aus Medizin- und Psychologiestudenten sowie zwei studentischen Tutoren, und üben mit verschiedenen Patienten der Uniklinik ein Anamnesegespräch.

In Aachen gibt es im Sommersemester 2015 mehrere Anamnesegruppen an verschiedenen Wochentagen (2x dienstags, 2x mittwochs, 1x donnerstags) jeweils von 17.30 bis 20 Uhr.

Vorteile

Die Anamnese ist ein wichtiger Teil des täglichen Handwerks eines Arztes und auch hier gilt das Motto: Übung macht den Meister! Wir möchten euch die Möglichkeit bieten, das Patientengespräch in geschütztem Rahmen zu üben und darüber zu reflektieren. Hierzu gehören sowohl die Erhebung einer umfassenden Anamnese im Kontext eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells, als auch die Besprechung von Problemen und Konfliktsituationen im Umgang mit Patienten. Zu unseren Themen gehören u.A. “Wie schaffe ich eine positive Gesprächsatmosphäre?” oder “Wie wirkt meine Mimik/ Gestik auf mein Gegenüber?”

Gemeinsam werden mögliche Lösungsstrategien erarbeitet und die Selbst- und Fremdwahrnehmung geschult. Verschiedene Facetten der Kommunikation werden verdeutlicht und der Patient im Gesamtkontext betrachtet. Das Ziel ist ein besseres Verständnis für den Patienten als individuellen Menschen – und darüber schließlich eine verbesserte Patientenversorgung. Nebenbei lernt ihr Kommilitonen anderer Fachsemester und des Studiengangs Psychologie kennen und habt eine Menge Spaß!

Anmeldung

Ihr könnt euch zu Beginn jedes Semesters bei uns bewerben – die Gruppen werden dann neu zusammengestellt. Teilnehmen könnt ihr ab dem 1. Semester! Es sind keine inhaltlichen Vorkenntnisse notwendig und ihr habt die Gelegenheit, von Anfang an mit interessanten Patienten in Kontakt zu kommen.

Dafür füllt ihr einfach das Anmeldeformular (s.u.) aus!

Anrechnung im Qualifikationsprofil „Palliativmedizin“

Studierende ab dem 4. Semester erhalten für die Teilnahme an den Anamnesegruppen 3 Credit Points pro teilgenommenem Semester. Voraussetzungen für den Erhalt der Punkte sind:

  • Führen von mindestens einem Anamnesegespräch
  • Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit

Anamnesegruppen in anderen Städten

Anamnesegruppen gibt es auch in anderen Städten und zwar in ganz schön vielen! Dazu gehören u.A. Wien, Graz, München, Berlin, Marburg, Dresden, Leipzig, Freiburg, Homburg, Ulm… Einmal im Jahr, immer am Himmelfahrtswochenende, treffen sich Interessierte aller Städte zum Maitreffen – einem Wochenende des Austausches mit vielen spannenden Seminaren!

Außerdem findet jährlich ein einwöchiges Tutorentraining statt, in dem Anamnesegruppenteilnehmer aus den unterschiedlichen Städten zu Tutoren weitergebildet werden. Die Organisation wird abwechselnd von verschiedenen Städten übernommen und die Trainingsgruppen werden von erfahreneren Anamnesetutoren geleitet.

Weblinks